Nie gesucht und doch gefunden - eine #Soulhorse Story

Dieser Blogbeitrag wurde von einer lieben Kundin geschrieben. Jede Woche veröffentlichen wird eine Kundengeschichte hier bei uns im #Soulhorse Blog und schenken der Schreiberin einen 10€ Gutschein als kleines Dankeschön. Wenn du auch eine Geschichte über dein #Seelenpferd zu erzählen hast, schreib uns an social@soulhorse.de. Wir freuen uns auf deinen Text und passende Bilder!

Geschrieben von Lisa: 

Unsere Geschichte fängt 2013 an. Ich war gerade 18 Jahre alt, habe meinen Hängerführerschein gemacht und wie es so kam, brauchte eine Stallkollegin meine Hilfe um zum Turnier zu kommen.
Meine Reitbeteiligung stand an dem Stall und ihr Auto war leider kaputt, daher habe ich unser Auto geholt und bin im Schneckentempo zum Turnier gefahren. Ich glaube alle Autofahrer waren tierisch genervt, aber es war nun mal meine erste Fahrt mit einem Pferd drauf.
Am Turnier angekommen, habe ich meine ehemalige Reitlehrerin getroffen. Ihre Tochter wollte eigentlich mit ihrer eigenen Stute starten, da die aber lahm war, wurde spontan das 4-jährige Berittpferd mitgenommen. Diese hübsche Stute präsentierte sich toll trotz der erst kurzen Zeit, die sie bei ihr war. So kam ich bei der Platzierung mit dem Züchter ins Gespräch. Er erzählte mir von der 3-jährigen Schwester und meinte, ich solle mal vorbei kommen. Ich sagte sofort, dass ich mir derzeit kein eigenes Pferd leisten könnte, da ich gerade mein Abitur hatte. Er gab mir trotzdem seine Nummer und irgendwie kribbelte es in meinen Fingern und in der nächsten Woche bin ich hin gefahren.
Es war ein kleiner, unscheinbarer Stall mit zwei Boxen und angrenzender Wiese. Mich schauten zwei neugierige Stuten an, einmal die Zuchtstute und dann ihre Tochter. Ich habe mich sofort verliebt, aber ich wusste, dass ich sie mir niemals leisten könnte. Ihr Züchter meinte trotzdem, dass ich sie erstmal reiten sollte, aber erstmal ging sie zum anreiten. Ich habe sie mehrmals besucht und auch mal geritten.
Herrje was habe ich mir dabei nur gedacht? Ich hatte keinerlei Jungpferdeerfahrung, alle haben mich für verrückt erklärt, aber ich wollte unbedingt dieses Pferd.
Ihr wundervoller Züchter sagte immer: "dieses Mädchen bekommt das Pferd!"
Ich betonte immer, dass ich ihm nicht viel zahlen könnte und noch eine Zeit lang sparen müsste. Aber er blieb dabei und als sie dann zu ihm zurück kam, war ich jeden Tag bei ihr und habe mit ihr gespielt, mit ihr geschmust und bin sie sich geritten. Naja, wenn ich heute daran denke, war es weder schön noch gut, aber es passte einfach.
Natürlich war auch der ein oder andere unfreiwillige Abgang dabei, aber ich bleib dabei: das ist mein Pferd!
Meine Eltern waren wenig begeistert und wollten mich nicht unterstützen. Aber ein Pferd in der Ausbildung finanzieren? Schwierig!
Es war nicht einfach aber irgendwann habe ich sie zur Verfügung gestellt bekommen mit Kaufoption. Es war ein ständiges auf und ab, ich war bis zum Schluss am zittern. Aber dann, ein Jahr später, hatte ich das Geld zusammen und konnte sie endlich endlich kaufen. Es flossen so einige Freudentränen und ich konnte es kaum glauben.
Leider kam dann die erste Kolik, sie musste in die Klinik und ich hatte riesige Angst um sie. Zum Glück hat sie es geschafft und ich war einfach nur überglücklich. Mit vier Jahren sind wir die erste Meutejagd geritten und sie hat mich durch mein kleines Abzeichen getragen. Mit fünf Jahren dann der Schock, sie war lahm und wir wussten nicht was los war. Ein Hufgeschwür war es nicht, das hatten wir ein paar mal gehabt aber diesmal war es etwas anderes.
In der Klinik kam dann raus, eine Fissur und ein entzündetes Gelenk. Zum Glück hatte ich nach der ersten Kolik eine OP-Versicherung abgeschlossen, somit ließ ich eine Arthroskopie machen. Danach sollte sie möglichst ein Jahr Ruhe haben. Unser Tierarzt hat vorgeschlagen, sie decken zu lassen. Leider war es schon spät im Jahr und somit blieb uns nur eine Chance. Der Hengst war schnell ausgewählt, aber es dauerte etwas bis sie rossig wurde. 
Dann war es soweit und das Warten begann. Jeder Tag war eine Qual, dann das Ergebnis: tragend!
Ich war so überrascht und glücklich! Für sie ging es dann auf die Wiese und der Bauch wuchs und wuchs. Am 16.06.2016 kam dann ein super süßes Stutfohlen auf die Welt, welches alles gehörig auf den Kopf gestellt hat.
Es war eine wunderschöne Zeit und nach dem Absetzen hieß es meine Große erst einmal wieder aufzubauen. Sie sah wirklich schlecht aus trotz hochwertigem Futter.
Also hieß es erst einmal sie wieder aufzubauen. Aber es dauerte ewig und so richtig hat sich nichts getan, erst als wir ein neues Futter hatten, ging es endlich bergauf.
Da Sky ja mit 3 angeritten wurde, dann erst wieder mit 4 geritten wurde und das natürlich Piano weil sie noch zu jung war und dann mit 5 bereits wieder raus war, hatte sie natürlich noch einiges was sie lernen musste und nach wie vor muss. Aber ich war einfach so glücklich. Dieses Jahr sind wir einige Turniere geritten, wenn auch noch mäßig erfolgreich, aber wir waren immerhin dabei *-*
Ein großes Erlebnis war dann auch unser Lehrgang im Dressurausbildungsstall Rippelbeck, wo wir wirklich viel lernen konnten.
Mit der Meutejagd im Oktober haben wir dann den Abschluss für dieses Jahr gemacht. Jetzt heißt es weiter fleißig üben und Spaß haben :) 

Geschrieben von: Jasmin Goetz Im: Soulhorse Story Auf: Samstag, Dezember 23, 2017 Kommentar: 0 Hit: 718