Clickertraining: Tipps für den perfekten Start ins Clickertraining mit deinem Pferd

Hallo und herzlich Willkommen!

Wir dürfen dich begrüßen zu unserem Gastbeitrag bei Soulhorse und freuen uns, dass du zu uns gefunden hast!

Doch wer sind wir eigentlich? Wir sind Janne (mypiece_of_iceland) und Julia (mein.pony.johnny), zwei Islandpferde-Reiterinnen mit zwei hübschen Schimmel-Schecken.

Unsere noch jungen Wallache sollen im Laufe ihres Lebens natürlich tolle Tricks lernen an denen nicht nur wir sondern auch sie viel Spaß haben. Wir erhoffen uns von Clickertraining Freude in den Alltag zu bringen und das Vertrauen zwischen Mensch und Pferd zu stärken. Johnny und Julia haben bereits mit Clickertraining angefangen und daher möchten wir euch mitnehmen in die Welt des Click, Click, Trick! Viel Spaß!

Click, Click, Trick gelernt. So stellt man sich Clickertraining vor oder? Ganz so einfach ist es leider nicht, macht aber unheimlich viel Spaß, Pferd wie auch Reiter! Aber was ist eigentlich Clickertraining genau, wie fängst du damit am besten an und warum macht man das Ganze überhaupt?All das und ein leckerer Zusatz, wie man die besten Clicker-Leckerlies der Welt ganz einfach selber machen kann, zeigen und erläutern wir dir heute in diesem Gastbeitrag. Wir sind keine Clicker-Experten, der Beitrag soll dir lediglich einen Überblick geben.

Was ist Clickertraining für Pferde?

Clickertraining ist eine Methode um Tieren bestimmte Übungen beizubringen und diese zu trainieren. Dabei wird beim Loben unterschieden zwischen Belohnung durch Leckerlis, durch Klick durch den Clicker und durch positive Verstärkung.

Der Gedanke der dahinter steckt ist, dass das Pferd das gewollte Verhalten je öfter zeigt, je mehr Lob und positive Verstärkung man ihm entgegenbringt. Man könnte also sagen mit Oxytocin zum Erfolg. Wir alle lieben es Freude und Liebe entgegengebracht zu bekommen, gelobt zu werden und so tun es auch unsere Pferde.

Man muss beim Clickertraining also “lediglich” die Aktion des Pferdes belohnen, die man verstärkt haben möchte. Warum steht das Wort “lediglich” in Füßchen? Manchmal ist das gar nicht mal so leicht, man braucht viel Geduld und muss selber eine sehr klare Körpersprache haben, um dem Pferd genau sagen zu können, was man von ihm möchte. Man setzt zur Körpersprache außerdem eine leichte Art von Druck ein, das heißt zum Beispiel antippen mit einem Stick oder einer Gerte.

Grundsätzlich wissen wir alle, dass es mehr Spaß macht mit Lob und leichtem Druck zu lernen, als unter Stress mit anhaltender Kritik. Unseren Pferden geht es genauso!

Warum Clickertraining?

Ja, warum arbeitet man überhaupt mit Clickertraining? Ich kann euch sagen, dass es in erster Linie super viel Spaß macht! Johnny findet es klasse, die Kopfarbeit bringt ihm Freude und wir haben nie Langeweile. Spaß ist auf jeden Fall ein großer Punkt, jeder sollte Clickertraining einmal ausprobiert haben (natürlich nur, wenn du dir zutraust, dass du deinem Pferd keinen Mist dadurch beibringst 😉 ).

Der zweite Punkt, der nennenswert ist, ist das Vertrauen. Clickertraining verstärkt meiner Meinung nach die Bindung zwischen Pferd und Reiter auf positive Art und Weise. Mensch und Pferd agieren und spielen miteinander, das Pferd ist kein “Sklave” des Reiters sondern ein Partner, der selbst entscheiden kann.

Punkt Drei und für mich ein äußerst wichtiger Punkt ist, dass Clickertraining das Pferd sozusagen zu Höflichkeit erzieht. Da du mit Clickern bestimmte Verhaltensmuster verstärken kannst, kannst du es auch wunderbar dazu erziehen mit jedem Menschen höflich umzugehen. An der Schulter führen, stehen bleiben, rückwärts gehen, und und und. Alles auf nur kleine Signale, wenn es gut gelernt wurde. Klingt ziemlich gut oder? Ist es auch!

Allerdings ist Clickertraining natürlich keine Garantie für gutes Benehmen und die tollsten Tricks. Du kannst natürlich auch einiges falsch machen was zu falschen Verhaltensmustern führen kann. Daher gibt es jetzt einen kleinen Einblick wie du am besten mit dem Clickertraining anfängst und was dabei wichtig zu beachten ist.

Wie fange ich an und was ist wichtig?

Wie fange ich mit dem Clickertraining an? Als erstes müssen wir dich ausstatten mit den Dingen, die man zum Training braucht:

  • –  einen Clicker oder Clicker-Leckerlis
  • –  einen Stick oder eine Gerte
  • –  eine Leckerlietasche
  • –  gute Energie und die passende Stimmung/Laune

Wenn du nun gut ausgestattet bist, musst du dir überlegen, was du deinem Pferd beibringen willst. Wir brauchen also die passende Übung. Soll es eine Basis sein, wie Anhalten, Rückwärtsrichten vom Boden oder etwas lustiges, wie spanischer Schritt?

Ganz egal für welche Übung du dich entscheidest, das Wichtigste am Cickertraining ist die Schnelligkeit der Belohnung. Du musst ganz genau drauf achten, dass dein Pferd auch auf jeden Fall DIE Aktion ausführt, die du sehen möchtest.

Natürlich sollen es am Anfang nur Anfänge sein, kein Pferd kann eine Übung sofort. Du steigerst dich sozusagen dann von Mal zu Mal. Eine Variation oder “so etwas Ähnliches” zählt aber nicht! Hat dein Pferd die Aktion richtig gezeigt, dann sofort Keks rein, lang loben und mit positiver Energie verstärken! Bitte nicht erst in der Tasche nach einem Keks kramen während das Pferd ein paar Minuten durch die Gegend schaut, denn dann ist der Lerneffekt auch schon wieder verschwunden. Natürlich ist es okay sofort nach der Übung mit Stimmlob bis zum Leckerli zu überbrücken, allerdings sollte auch das nicht zu lang dauern.

Wenn du eine Zeit lang mit Leckerlis gearbeitet hast, kannst du nach und nach auf den Clicker übergehen, damit bist du auch wesentlich schneller mit der Belohnung. Wir würden allerdings nicht empfehlen die Leckerlies komplett wegzulassen. Achte bitte, wenn du weitestgehend den Clicker benutzt, darauf, dass dein Pferd nicht gelangweilt ist, denn manche Pferde kooperieren lieber für Kekse. Ist ja klar oder ;)?

Wie muss die perfekte Leckerlietasche sein?

Die Leckerlietasche ist ein sehr wichtiges Utensil beim Clickertraining, denn viele Leute fangen mit der Belohnung durch Leckerli an. Es gibt dabei extra Clicker-Kekse, die schön klein sind und so nicht so schnell dick machen. Doch was muss die perfekte Leckerlitasche mitbringen?

Wie wir eben gelernt haben, ist der Zeitpunkt zwischen “Pferd merkt es sich” und “Pferd ist schon wieder woanders mit seinem Kopf” sehr kurz, daher musst du schnell an die Belohnung rankommen.

Ein Reißverschluss oder ein Klettverschluss dauern hier meist zu lang. Ich lasse oft die Tasche offen, was aber dazu führt, dass Johnny mit der Nase und den Gedanken eher in meiner Leckerlitasche ist, wie beim Training. Daher konnte ich mich sehr mit einem Magnetverschluss anfreunden und habe diesen lieben gelernt.

Dieser geht schnell auf und auch wieder zu, damit die Kekse beim Anstupsen nicht herausfallen können. Ich trage die Tasche am liebsten am Bund meiner Reithose. Daher ist ein Clip praktisch, der sie dort gut befestigt. Dieser darf nicht zu schwach sein, damit die Kekse samt Tasche nicht zu schnell runterfallen.

Wenn dein Pferd erst mal gemerkt hat, wo die Kekse herkommen, ist deine Leckerlitasche vor ihm nicht mehr sicher, das kannst du mir glauben! Dann muss sie gut sitzen.

Außerdem ist es von Vorteil, wenn man sie abwaschen kann und sie schnell trocknet, denn die Pferdenase matscht diese doch auch mal voll.

Der Punkt auf den ich aber IMMER achte, wenn es um Leckerlis und ihre Aufbewahrung geht, ist, dass das Material aus dem sie gemacht ist lebensmittelecht ist, um die Gesundheit meines Pferdes zu gewährleisten.

Aus all diesen Punkten greife ich gern zur Leckerlietasche von Soulhorse. Meine Lieblingsfarbe ist die Schwarze, die so toll glitzert. Und mal ehrlich Mädels: Glitzer geht doch immer!

DIY Clicker Leckerlies mit Erfolgsgarantie

Wie findet ihr die perfekten Leckerlis zum Clickern? Die Auswahl auf dem Markt ist groß und es wirkt oft unmöglich genau die Richtigen zu finden.

Die “Leckerlijunkie” von Soulhorse sind wirklich sehr praktisch, da sie gut zu zerbrechen sind. So kann man beim Clickern zum Beispiel immer nur kleine Leckerlis füttern und nicht zu viele große. Zudem sind sie ohne Getreide und Melasse.

Wenn ihr so wie ich, gerne genau wissen wollt was ihr euren Pferd da gebt, könnt ihr ganz einfach Pferdeleckerlis selber machen.

Mein “AllDayEveryDay” Rezept ist:

– 3 Bananen
– 1 Apfel
– 1 Tasse Haferflocken

Die Bananen einfach mit einer Gabel zerdrücken. Apfel reiben oder ganz klein schneiden. Haferflocken rein, umrühren und fertig ist euer Teig.

Nun müsst ihr die Leckerlis nur noch in eurer beliebigen Größe formen. Dann könnt ihr die Leckerlis in der Mikrowelle bei 800 Watt ca. 4 Minuten backen. Danach die Leckerlis noch 1-2 Tage trocken lassen bis sie wirklich hart sind.

Tipp​: Falls ihr keine Mikrowelle habt könnt ihr die Leckerlis an einem warmen Ort trocknen lassen. Dies kann ein paar Tage dauern aber dann sind eure Leckerlis bereit zum verfüttern.

Jetzt hast du hoffentlich alle Tipps bekommen, die du brauchst um mit dem Clickertraining anfangen zu können. Hast du noch Fragen? Dann immer her damit. Schreib uns gern in die Kommentare, wie du unseren Blogbeitrag findest und geh gleich deine Leckerlietasche für das nächste Clickertraining bei Soulhorse shoppen!

Wir wünschen dir viel Spaß und freuen uns, wenn du uns auf deinen Clicker-Videos verlinkst.

Bis zum nächsten Mal mit Janne und Julia

2 Idee über “Clickertraining: Tipps für den perfekten Start ins Clickertraining mit deinem Pferd

  1. Luisa sagt:

    Der Artikel ist sehr schön geschrieben, aber oberflächlich gehalten. Ich finde, dass auf den Start mit Clicker nicht genug eingegangen wird.
    Gerade in den ersten Schritten sollte man erklären wie man den Clicker auflädt, also zum Beispiel ein Target (etwas das das Pferd lernen soll mit der Nase zu berühren) hin halten, das Pferd berührt es, Click, und Leckerli geben. Das wiederholt man ein paar mal und irgendwann hat das Pferd dann verstanden, dass es nach dem Click ein Leckerli erwarten kann. Sonst ist es doch gar kein Clicker Training sondern einfach nur positive Verstärkung und noch dazu eher ineffizient da das Pferd ja gar nicht genau weiß wofür es jetzt das Leckerli bekommen hat (zumindest weniger effizient als mit dem Clicker Signal).
    Der Clicker ist schließlich dafür da, um genau auf die Sekunde zu markieren, wofür das Pferd das Leckerli bekommt.
    Ich stimme allerdings zu das Clicker Training die Beziehung zum Pferd enorm verbessert und sehr positive Auswirkungen auf den täglichen Umgang hat.

    • admin sagt:

      Hallo Luisa,

      danke für dein Feedback. Wenn du selbst Erfahrungen mit dem Clicker Training hast und etwas darüber schreiben möchtest, melde dich gerne bei uns. Vielleicht kann man in einem weiteren Beitrag vertieft auf das Thema eingehen 🙂

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