Profitipps für bessere Smartphonebilder – von Ponyliebe Fotografie

Vermutlich jeder von uns macht Fotos von den Lieblingspferden mit dem Smartphone.  Das hat man ja immer dabei und kann somit alle lustigen und schönen Momente sofort einfangen und festhalten.  Damit deine Handyschnappschüsse in Zukunft noch schöner aussehen, habe ich ein paar Tipps für dich gesammelt, die wir Profi-Pferdefotografen genauso anwenden und die nahtlos übertragbar sind.

  1. Die richtige Entfernung

Stelle dich immer mit ausreichend Entfernung zu deinem Pferd auf. Wenn du zu nah dran bist, verzerrt die Handykamera die Perspektive und dein Pferd bekommt auf einmal eine ganz komisch lange Nase. Gehe also lieber etwas weiter weg und nutze die Zoomfunktion!

  • Die richtige Perspektive

 „Einen guten Pferdefotografen erkennt man an den dreckigen Knien!“

Dieser Satz ist wirklich wahr und lässt sich auch auf die Smartphonefotos übertragen. Ein Pferd kann, je nach Perspektive aus der man es fotografiert, immer ganz unterschiedlich ausschauen.

Immer richtig liegst du, wenn du ein klein wenig in die Knie gehst und ca. auf Brusthöhe/Halsansatz scharf stellst. Durch die leichte Froschperspektive wirkt dein Pferd noch majestätischer! Obacht: Denke dabei an die passende Entfernung, sonst wirkt das Bild  eher wie ein Monsterselfie.

  • Nutze die Drittelregelung als Orientierung

In der Gestaltungslehre gibt es unter anderem die Drittelregelung als Orientierung für eine schöne Bildaufteilung. Dein Pferd immer nur genau in der Bildmitte zu platzieren, kann schnell langweilig werden!

Die Drittelregelung teilt dein Bild grob in 9 Rasterfelder ein – das Element, auf das du die Aufmerksamkeit des Betrachters lenken willst (z.B. die Augen deines Pferdes), setzt du an einen der Punkte, an dem sich die Rasterlinien treffen. Am besten sind das die oberen beiden Kreuzungspunkte:

Diese Drittelregelung macht deinen Bildaufbau spannender und lässt das gesamte Bild mehr WOW-Faktor bekommen!

  • Beachte die Tageszeit

Nicht umsonst fotografieren Profis am liebsten ganz frühs oder kurz vor Sonnenuntergang – denn wenn die Sonne so knapp über dem Horizont steht, ist das Licht besonders magisch. Es entstehen tolle Farben – frühs sehr sanft, oft rosa; abends meist kräftige Orange- und Gelbtöne, die dein Pferd besonders strahlen lassen.

Praktischerweise sind wir ja meistens eh zu diesen Stunden am Stall, so dass du das direkt ausnutzen kannst!

Wenn du gerne Produkte in Szene setzen möchtest, dann kann es sich auch lohnen hier in härteres Licht zu wechseln – damit die Produkte die richtige Farbe auf den Fotos haben und gut erkannt werden können (ein dunkelblaues Halfter im Gegenlicht wird zB einfach schwarz und schwer zu erkennen sein!).

  • Habe die Sonne im Rücken

Leider haben Handykameras einen entscheidenden Nachteil – wenn du direkt in die Sonne fotografierst, haben die Sensoren ein Problem mit dem sehr hellen Hintergrund und „brennen ihn aus“, d.h. es wird einfach nur noch hell. Vom magischen Gegenlicht bleibt kaum was übrig. Daher mein Tipp – mache deine Handyfotos mit der Sonne im Rücken. So bleiben dir alle Farben und Details erhalten, ohne störende Strahlen oder ausgebrannte Himmelslücken!

Extratipp: Wenn du dich ein klein wenig schräger stellst, so dass die Sonne seitlich in dein Bild einstrahlt, kannst du sogar mit der Handykamera ein kleines bisschen Gegenlicht einfangen – da musst du einfach ein bisschen an der richtigen Position feilen!

  • Achte ganz besonders auf den Hintergrund

Wenn dein Hintergrund allerdings nicht ausbrennt, sollte er auf alle Fälle schön sein! Vermeide Traktoren, Autos, Hänger, Misthaufen und Zäune. Versuche dein Pferd vor einem schönen Busch oder einem tollen Scheunentor zu fotografieren – so kann der Hintergrund die Schönheit deines Pferdes unterstützen und lenkt nicht ab. Für mich persönlich ist ein gelungener Hintergrund mit die wichtigste Komponente für ein wirklich schönes Bild!

Übrigens – hier kannst du auch mit den Farben spielen! Füchse schauen toll vor grünen Hintergründen aus. Braune Scheunentore sind besonders sanft und lassen Schimmel und Braune ganz besonders schön strahlen. Auch bei Schecken müsst ihr ganz besonders auf einen ruhigen Hintergrund achten, damit das Bild nicht noch unruhiger wird – hier bietet sich z.B. eine dunkle Waldfläche in weiter Entfernung an.

  • Animiere dein Pferd

Jetzt hast du alle Tipps bisher beachtet, aber dein Pferd schaut bei jedem Bild aus wie ein Esel? Dann packe dir in deine Reitjacke doch eine kleine Rascheltüte ein – am besten in die Tasche, in der du auch immer die Leckerlis hast, die kennt dein Pferd nämlich ganz besonders gut. Wenn du jetzt kurz vor der Aufnahme ein bisschen damit raschelst, wird dein Pferd aufmerksam die Ohren spitzen und wunderschön in die Kamera schauen.

Wenn du einen Helfer am Stall organisieren kannst, kann der für dich rascheln, damit du dich ganz auf da Foto konzentrieren kannst.

Ich wünsche viel Spaß beim Umsetzen der sieben Tipps und drücke euch die Daumen für noch schönere Smartphonebilder eurer flauschigen Lieblinge!

Eure

Ann-Christin

Von www.ponyliebe-fotografie.de

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